Die katalanische Regierung wird im Mai ein Dekret erlassen, das die städtebaulichen Vorschriften an die Gegebenheiten ländlicher Gemeinden anpassen soll. Dies gab die Ministerin für Territorium, Sílvia Paneque, nach einem Treffen mit Vertretern kommunaler Organisationen bekannt. Die Reform ist eine Reaktion auf die Forderungen von rund 70 Bürgermeistern ländlicher Gemeinden, die eine Anpassung der Gesetze zur Bekämpfung der Abwanderung und zur Verbesserung des Zugangs zu Wohnraum fordern. Paneque betonte, dass es nicht gerechtfertigt sei, von kleinen Gemeinden mit 2.000 Einwohnern die gleichen Planungsanforderungen zu verlangen wie von großen Städten in der Metropolregion Barcelona.
Das neue Gesetz sieht vor, dass für kleinere Gemeinden ein vereinfachtes Verfahren zur Erstellung von städtebaulichen Plänen eingeführt wird. Während Gemeinden mit über 2.000 Einwohnern das bestehende System beibehalten, können kleinere Gemeinden einen neuen, weniger bürokratischen Plan, den sogenannten POUM rural, beantragen. Diese Maßnahme soll insbesondere die Anforderungen an Umweltgutachten und Genehmigungen erleichtern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Reform ist die Flexibilisierung der städtebaulichen Standards, um die Renovierung von Wohnraum im ländlichen Raum zu fördern. Ziel ist es, die Nutzung von leerstehenden Bauernhäusern und ländlichen Immobilien zu ermöglichen, die derzeit aufgrund strenger Vorschriften eingeschränkt sind. Paneque erklärte, dass die Maßnahmen dazu beitragen sollen, den Zugang zu Wohnraum zu erleichtern und die wirtschaftliche Aktivität in ländlichen Gebieten zu fördern, um die demografischen Herausforderungen der Region anzugehen.
Quelle: elperiodico.cat
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