Die spanische Regierung hat im Jahr 2025 insgesamt 14,5 Milliarden Euro aus den Programmen zur Modernisierung (PEM) für die Entwicklung und Herstellung von Militärmaterial bereitgestellt. Allerdings erhielt Katalonien keinen Anteil an diesen Mitteln. Die Region gilt als Vorbild für die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor sowie Universitäten in strategischen Projekten, insbesondere im Verteidigungsbereich. Ziel ist es, die Verteidigungs- und Raumfahrtindustrie zu fördern und Ressourcen für Produktion und Forschung zu gewinnen.
Um dies zu erreichen, wird angestrebt, staatliche Mittel sowie EU-Fonds bis 2037 zu akquirieren, insbesondere für Bereiche wie Komponenten, Cybersicherheit und militärische Fahrzeugteile. Der Anteil Kataloniens an den Verteidigungsaufträgen in Spanien liegt derzeit bei null Prozent, was sich auch in der geringen militärischen Präsenz in der Region widerspiegelt: Nur etwa 1,5 Prozent der spanischen Streitkräfte sind in Katalonien stationiert, was rund 1.800 Soldaten entspricht.
Die Forderung nach Verteidigungsverträgen für Katalonien steht im Widerspruch zur minimalen militärischen Präsenz. Kritische Stimmen aus bestimmten Institutionen und politischen Parteien, die eine ablehnende Haltung gegenüber dem Militär einnehmen, werden als ungerechtfertigt angesehen. Die Notwendigkeit, die Verteidigung zu priorisieren und mehr Ressourcen bereitzustellen, wird betont. Ein funktionierender militärisch-industrieller Komplex in Katalonien sowie die Präsenz von Soldaten und Einrichtungen sind entscheidend für die Sicherheit und den Frieden in Europa.
Die duale Beziehung zwischen Zivilgesellschaft und Militär wird als unerlässlich erachtet, um Unternehmen, Arbeitsplätze, Forschung und Entwicklung sowie technologische Innovationen zu sichern. Die Verteidigung ist eine gemeinsame Verantwortung, die ohne eine starke Industrie und militärische Präsenz nicht erfüllt werden kann.
Quelle: barcelona locales
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