Die Strände rund um Barcelona werden zunehmend rauchfrei. Die Diputació de Barcelona gab bekannt, dass in diesem Jahr bereits 22 Küstengemeinden die Entscheidung getroffen haben, das Rauchen an ihren Stränden zu verbieten. Dies betrifft insgesamt 93 Strände und erstreckt sich über 48,6 Kilometer Küstenlinie, was fast 90 Prozent der gesamten Region ausmacht. Bis 2027 sollen sogar 24 Gemeinden an dieser Initiative teilnehmen, da zwei weitere Gemeinden derzeit die notwendigen administrativen Schritte abschließen.
Die Initiative zielt darauf ab, die Strände als öffentliche Räume zu schützen und die Umwelt zu erhalten. Gemma Badia, die Bürgermeisterin von Gavà, einer der neu hinzugekommenen Gemeinden, betonte die Wichtigkeit dieser Maßnahme für die Lebensqualität der Bürger. „Die Strände sind natürliche Treffpunkte, die sowohl der Bevölkerung als auch der Umwelt dienen müssen. Diese Kampagne zielt nicht nur darauf ab, den Rauch zu verbannen, sondern auch die Sauberkeit und den Erhalt unserer Umgebung zu fördern,“ erklärte Badia.
Josep-Ramon Mut, der für Gesundheit und Verbrauch zuständige Abgeordnete der Diputació, hob hervor, dass die Initiative seit ihrem Beginn vor zwei Jahren, als nur drei Gemeinden beteiligt waren, stark gewachsen ist. „Jetzt sprechen wir von 24 von 26 Küstengemeinden, was einen absoluten Erfolg darstellt,“ sagte er. Mut betonte die gesundheitlichen Vorteile dieser Maßnahme, insbesondere den Schutz von Nichtrauchern, Familien und Kindern vor Passivrauch. Außerdem verwies er auf die Problematik von Zigarettenstummeln, die weiterhin zu den häufigsten Abfällen an Stränden gehören.
Die Ausweitung des Rauchverbots wird auch von der Asociación contra el Cáncer in Barcelona begrüßt. Ihre Geschäftsführerin, Àngela Sánchez, wies darauf hin, dass die Normalisierung des Rauchens in öffentlichen Räumen, die von Kindern und Jugendlichen frequentiert werden, die Prävention von Tabakkonsum erschwert. Derzeit rauchen etwa 24 Prozent der Bevölkerung, und die Organisation setzt sich dafür ein, dass zukünftige Generationen gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen.
Zwei Küstengemeinden, Castelldefels und Badalona, haben sich bisher geweigert, der rauchfreien Initiative beizutreten. Mut erklärte, dass die Diputació beide Städte eingeladen hat, sich an dem Projekt zu beteiligen, jedoch entschieden die jeweiligen Stadtverwaltungen, nicht mitzumachen. Badalona argumentierte, dass die Ablehnung durch administrative Gründe bedingt sei, da eine aktualisierte Strandverordnung notwendig sei, bevor das Rauchverbot implementiert werden könne. Beide Städte, die von der Partido Popular (PP) regiert werden, verlieren dadurch auch finanzielle Unterstützung, die mit der Betreuung der Strände verbunden ist.
Quelle: elperiodico.cat
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