In Hospitalet de Llobregat haben sich etwa 60 obdachlose Personen in zwei ungenutzten Grundstücken niedergelassen. Diese Situation ist eine Folge der Räumung von Campierungen im Bereich der Zona Franca in Barcelona, die vor über zwei Monaten stattfand. Die Stadtverwaltung hatte damals die Maßnahme mit der Bekämpfung einer Rattenplage begründet. Seitdem hat sich das Problem des Obdachlosenlebens jedoch auf andere Gebiete ausgeweitet, insbesondere in die Nähe des Polygons Pedrosa, das an die Zona Franca grenzt.
Die meisten der Campierenden sind ehemalige Bewohner des geräumten Lagers in der Zona Franca oder des Flughafens. Viele von ihnen berichten, dass sie seit zwei bis drei Monaten in der neuen Umgebung leben. Ein Bewohner, der seit fast zwei Jahren dort ist, erklärt, dass die Zahl der Menschen in den letzten Monaten zugenommen hat, nachdem die Räumung in Barcelona stattfand. Die Grundstücke befinden sich in einer Gegend ohne Wohnraum, sind jedoch gut angebunden.
Die Stadtverwaltung von Hospitalet hat Maßnahmen angekündigt, um die Grundstücke zu säubern und zu schließen. Gleichzeitig betont sie, dass Lösungen für die Obdachlosigkeit auch langfristige politische Maßnahmen im Bereich Wohnungsbau erfordern. Ein Sprecher der Stadtverwaltung wies darauf hin, dass ohne koordinierte Maßnahmen die Probleme nur von einem Ort zum anderen verlagert werden. Diese Situation verdeutlicht die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit in der Region.
Quelle: elperiodico.cat
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