Ferienwohnungen an der Costa Tropical verdoppeln sich auf fast 2.000 Euro pro Woche – Wohnen (Mietpreise Steigen)

Ferienwohnungen an der Costa Tropical verdoppeln sich auf fast 2.000 Euro pro Woche

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

11 Juni, 2026

Die Costa Tropical in der Provinz Granada erlebt einen rasanten Anstieg der Preise für Ferienunterkünfte. Laut dem aktuellen Coastal Rental Report 2026 des Tecnitasa-Konzerns hat sich der durchschnittliche Wochenpreis für Ferienwohnungen in einigen beliebten Küstenorten innerhalb von sechs Jahren nahezu verdoppelt und liegt nun bei rund 2.000 Euro. Diese Entwicklung verändert die bisher als relativ günstig geltende Urlaubsregion in Andalusien erheblich.

Besonders stark gestiegen sind die Preise in Motril, einem der gefragtesten Urlaubsorte der Costa Tropical. 2020 kostete eine kleine Ferienwohnung in Playa Granada noch etwa 700 Euro pro Woche. Heute verlangen Vermieter dort für vergleichbare Wohnungen bis zu 1.700 Euro – ein Anstieg um 1.000 Euro innerhalb von sechs Jahren. Ähnliche Preissteigerungen zeigen sich auch in Playa de Poniente, wo ein 95 Quadratmeter großes Apartment von 500 Euro auf rund 1.200 Euro pro Woche gestiegen ist.

Noch teurer wird es in Velilla, einem Ortsteil von Almuñécar. Dort können kleine Ferienwohnungen bis zu 1.900 Euro pro Woche kosten, was dem Preisniveau eines Drei-Zimmer-Apartments in Playa Granada entspricht. Ebenfalls in Almuñécar liegen die Preise in San Cristóbal bei etwa 1.600 Euro und in La Herradura bei rund 1.300 Euro pro Woche. Auch in Castell de Ferro im Gemeindegebiet von Gualchos sind die Mietpreise deutlich gestiegen; kleine Wohnungen kosten dort mittlerweile etwa 1.200 Euro pro Woche. In Salomar, einem Ortsteil von Salobreña, werden Ferienwohnungen für etwa 1.500 Euro angeboten. Die günstigsten Preise der Provinz findet man weiterhin in Torrenueva Costa mit etwa 850 Euro pro Woche.

Die Preisentwicklung hat mehrere Ursachen. Eine wichtige Rolle spielt die seit zwei Jahren geltende neue Regelung für Touristenlizenzen in Andalusien. Bis dahin konnte jeder Wohnungseigentümer mit einer ersten Belegungsbescheinigung seine Unterkunft als Ferienwohnung anmelden, indem er eine einfache Erklärung abgab. Die neue Vorschrift verlangt nun die Zustimmung aller Eigentümer im Gebäude, was in der Praxis selten erreichbar ist. Dadurch kommen kaum neue Ferienwohnungen auf den Markt, was das Angebot verknappt.

Zudem überprüft die andalusische Verwaltung seit einiger Zeit bestehende Genehmigungen und hat zahlreiche Wohnungen wegen fehlender Voraussetzungen aus dem Markt genommen. In Almuñécar und La Herradura wurden in den letzten zwei Jahren schätzungsweise 40 bis 50 Ferienwohnungen vom Markt genommen. Immobilienmakler berichten, dass sie nur noch etwa ein Dutzend legal zugelassene Wohnungen verwalten, wo früher 15 bis 20 Einheiten verfügbar waren.

Während das Angebot schrumpft, steigt die Nachfrage. Die Costa Tropical gilt als ruhigeres und weniger überlaufenes Urlaubsgebiet als die benachbarte Costa del Sol. Diese Attraktivität zieht mehr Urlauber an, was die Preise weiter in die Höhe treibt. Lizenzierte Vermieter nutzen die Marktsituation, um höhere Preise zu verlangen, da sie kaum Konkurrenz von neuen Unterkünften haben.

Für Urlauber bedeutet dies, dass sie ihre Buchungen immer früher tätigen müssen. Wo früher oft erst wenige Wochen vor dem Urlaub nach einer Unterkunft gesucht wurde, sind die meisten Ferienwohnungen an der Costa Tropical inzwischen schon im Frühjahr für die Sommermonate ausgebucht. Die Nachfrage nach Ferienwohnungen in der Provinz Granada wächst schneller als im spanischen Durchschnitt. Während der wöchentliche Preis an der Costa Tropical bei etwa 1.440 Euro liegt, beträgt der Durchschnitt in ganz Andalusien rund 1.494 Euro.

Zum Vergleich: Die teuerste Region in Spanien bleibt Puerto Banús in Marbella mit Preisen von bis zu 3.800 Euro pro Woche für eine 110 Quadratmeter große Wohnung. Trotz der Preissteigerungen an der Costa Tropical bleibt die Region damit im landesweiten Vergleich noch moderat, gewinnt aber zunehmend an Bedeutung als teure Alternative für Urlauber, die eine ruhigere Umgebung suchen. Für deutschsprachige Urlauber, Auswanderer und Expats in der Region bedeutet dies, dass sie sich auf höhere Kosten einstellen und frühzeitig planen müssen, wenn sie an der Costa Tropical Ferienwohnungen mieten wollen.

Quelle: surinenglish.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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